Selbstverteidigungsworkshop

Am Samstag, 17.11.2018, bieten wir in der zweiten Workshopphase einen Selbstverteidigungsworkshop an. Bringt dafür bequeme Klamotten mit.

Unser Zeitplan für das Antifa Weekend OWL vom 16.11.- 17.11.2018 findet ihr jetzt auch auf unserem Blog!

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Abendveranstaltung: Urteil ohne Aufklärung. Eine Bestandsaufnahme nach fünf Jahren NSU-Prozess die Frage nach den Konsequenzen.

Nach über 5 Jahren Verhandlungsdauer wurde im Sommer im ersten NSU-Prozess das Urteil gesprochen. Doch Antworten auf die vielen offenen Fragen, etwa nach weiteren UnterstützerInnen, Nazi-Netzwerken und der Rolle des Staates, sucht man im Urteil vergeblich.

Wie geht es nach dem Prozess und dem Ende der meisten NSU-Untersuchungsausschüsse weiter? Wie kann die Aufklärung vorangetrieben werden? Was heißt das für Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex und der Gesellschaft, die ihn möglich machte? Diesen und weiteren Fragen wird NSU-Watch in dem Vortrag nachgehen.

Referent: Felix Hansen | NSU-Watch

Workshop zum Neuen Polizeigesetz NRW

Die polizeiliche Bekämpfung politischer und sozialer Bewegungen setzt nicht erst im Bereich der repressiven Strafverfolgung an. Vielmehr bieten das präventive Polizeirecht eine Reihe von Eingriffsbefugnissen zur sog. Gefahrenabwehr, also zu einem Zeitpunkt, an dem noch überhaupt nichts passiert ist. Die Maßnahmen reichen von Beobachtung und Personenkontrollen bis hin zu Durchsuchungen, Aufenthaltsverboten und Freiheitsentzug. Ein Beweis konkreten “Fehlverhaltens” ist dabei nicht nötig, es reicht eine Prognoseeinschätzung aus. Für die Polizei ist dies häufig in Einsatzsituationen das effektivere Mittel als die Strafverfolgung.

Der Workshop will über die wichtigsten Eingriffsbefugnisse und die massiven geplanten (bislang allerdings noch nicht endgültig beschlossenen) Verschärfungen durch ein neues Polizeigesetz für NRW informieren. Gleichzeitig sollen mögliche Auswirkungen auf die politische Praxis diskutiert und versucht werden, rechtliche und politische Handlungsstrategien gegen polizeiliche Vorfeldeingriffe zu entwickeln.

Der Referent Sebastian Nickel ist Rechts- und Fachanwalt für Strafrecht.

Hand Poke Tattoo – Workshop

In unserem Workshop wollen wir euch die Grundlagen des Tätowierens ohne den Gebrauch einer elektrischen Maschine näher bringen. Starten werden wir mit einer kurzen Einführung zu Nadeln, Farbe, Infektionsschutz, Hygiene, rechtliche Bedienungen und der Technik des Tätowierens. Im Anschluss werden wir euch live zeigen, wie so ein Hand Poke Tattoo Schritt für Schritt entsteht.
Dann habt ihr die Möglichkeit mit den von uns mitgebrachten Materialien und etwas Hilfestellung selbst Hand an zu legen.
Gerne könnt ihr eigene Motive mitbringen oder habt die Möglichkeit vor Ort eure Motive zu entwickeln. Für das erste Hand Poke Tattoo empfehlen wir einfache Formen, wie Punkte, Linien, geometrische Formen etc.
Auf partielle Nacktheit der Teilnehmenden solltet ihr euch einstellen. In welchem Raum der Workshop letztendlich stattfinden wird und wie viele an der praktischen Umsetzung teilnehmen können, wird sich noch klären. Für genügen Ruhe und ausreichenden Sichtschutz werden wir sorgen.

Es sind auch all diejenigen herzlich willkommen, die Interesse an der theoretischen Einführung aber nicht an ihrer praktischen Umsetzung haben!

Zweiteiliger Workshop zu Stadtentwicklung und Hausaneignung

Dieser Workshop ist zweiteilig, die beiden Teile können jedoch problemlos unabhängig voneinander besucht werden. In beiden kann lediglich Überblickswissen vermittelt werden, doch soll in erster Linie die längst überfällige Debatte angestoßen werden, wie die autonome Linke abseits von Aufklebern auf Laternen und Farbbeutelflecken auf Luxusbauten konkret auf die Stadtentwicklung einwirken kann. Da in beiden Teilen in Kleingruppen mit verschiedenen Websites gearbeitet werden soll, wäre es großartig, wenn die ein oder andere potentielle Teilnehmerin sicherheitshalber einen Laptop mitbringt, damit wir nicht unterversorgt sind.

Vom Ossidamm zur Stadt der Reichen.

Im ersten Teil soll es um die Stadtentwicklung der Stadt Bielefeld
gehen, wofür wir uns sowohl mit der Vergangenheit als auch mit der
Zukunft der Stadt beschäftigen werden. Wir blicken zurück auf den Bau
des Ostwestfalendamms und den massiven Widerstand dagegen, schauen uns
an, wie die Stadt gedenkt, den restlichen Ausbau zu verwirklichen und
welche weiteren Pläne es für die Umgestaltung einzelner Quartiere gibt.
Dabei wollen wir auch über Sinn und Unsinn der Projekte sowie über
autonome Einflussnahme auf diese diskutieren. Der Fokus des Workshops
liegt zwar auf der Stadt Bielefeld, kann aber gerne um Entwicklungspläne
anderer Städte erweitert werden.

Mieten, besetzen, kaufen?

Im zweiten Teil soll über die Möglichkeiten der Hausaneignung diskutiert
werden. Verschiedene Formen der Aneignung sollen hier gegenübergestellt
und diskutiert werden. Dafür wird unter anderem das Modell des
Mietshäusersyndikats, aber auch die Organisationsform der Genossenschaft
vorgestellt. Wir schauen uns außerdem den realen Häusermarkt an und
sprechen über die Möglichkeiten, die Besitzerin des schönen,
leerstehenden Altbaus bei euch um die Ecke ausfindig zu machen.
Menschen, die den Prozess bereits hinter sich haben und in einem
entprivatisierten Haus wohnen und/oder Kultur machen, sind eingeladen,
uns von ihren Erfahrungen zu berichten.