Danke!

…und schon ist das dritte Antifa Weekend OWL wieder vorbei. Wir wollen uns bei allen Teilnehmer*innen und Referent*innen bedanken.
Danke für eure Unterstützung und die spannenden Diskussionen! Danke an alle helfenden Hände und an die Menschen, die uns seit Jahren tatkräftig unterstützen.
 
Bei diesem Antifa Weekend OWL konnten wir mehr als 100 Teilnehmer*innen zählen – ein Anzeichen für uns, dass der antifaschistischen Bewegung in OWL und Umgebung seit langem ein Ort zur Diskussion, Weiterbildung und Vernetzung gefehlt hat. Wir freuen uns, dass wir mit dem Antifa Weekend OWL einen Beitrag dazu leisten können, diese Lücke zu schließen.
 
Da wir das Weekend als Mitmach-Veranstaltung sehen, würden wir uns über Feedback, Kritik und auch konkrete Verbesserungsvorschlägen freuen. Schreibt uns gerne bei Facebook oder über das Kontaktformular unserer Homepage.
 
Wir möchten, dass sich jede*r bei unserem Wochenende wohl fühlt. Daher werden wir versuchen beim nächsten Antifa Weekend einen Raum zu schaffen, in denen Diskussionen so geführt werden, dass jede*r daran teilnehmen kann. Dafür zählt für uns auch ein reflektiertes Redeverhalten aller Teilnehmer*innen. Wir werden uns bemühen, im nächsten Jahr mehr darauf zu achten.
 
Nun ist das Antifa Weekend OWL für dieses Jahr vorbei. Aber nach dem Weekend ist vor dem nächsten Weekend! Wir sind schon fleißig am planen und freuen uns, wenn wir euch alle im nächsten Jahr wiedersehen.
 
Das nächste Antifa Weekend wird vom 12. – 13. Mai 2018 stattfinden.
 
Bis bald!
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Zeitplan

 

Freitag, 10. November 2017

20 Uhr: Film: „The Truth lies in Rostock“

Samstag, 11. November 2017

10:00 Uhr: Frühstücksbuffet

11:00 Uhr: Plenum

11:30 – 13:30 Uhr: 1. Workshopphase

  •  ”3 Monate fürs Schubsen von Cops?!”
  • „Identitäre Bewegung“
  • “Was tun..? – bei rassistischen Polizeikontrollen” (Dieser Workshop geht über beide Workshop- Phasen)
  • “Linker Antisemitismus”
  • “Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie”
  •  Murga

PAUSE

14:30 – 16:30 Uhr: 2. Workshopphase

  • “Einführung in den Feminismus”
  • („Identitäre Bewegung“)
  • “Was tun..? – bei rassistischen Polizeikontrollen”
  • “Linker Antisemitismus”
  •  Siebdruck ( Ab 15 Uhr)
  •  Öffentlichkeitsarbeit/ Kampagnenworkshop
  •  Murga

17:00 Uhr: Auswertung

18:00 Uhr: Mobi-Veranstaltung gegen den AFD- Bundesparteitag in Hannover

19:00 Uhr: Abendveranstaltung “Faschismus- ein leerer Kampfbegriff?!”

ca. 20:30 / 21:00 Uhr: Abendessen

Danach : Kneipe

 

Sonntag, 12. November 2017

14:00 Uhr: Gedenkwanderung. Treffpunkt am AJZ Bielefeld

Workshop: „3 Monate fürs Schubsen von Cops?!“

“In diesem Workshop wird es um die Verschärfungen im materiellen Strafrecht (Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte usw.) sowie im Strafprozessrecht (Erscheinenspflicht von Zeugen bei der Polizei, Online-Durchsuchung usw.) gehen. Am 29.05.2017 wurde das Gesetz zur Änderung des Strafgesetzbuchs –Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften verkündet. Es beinhaltet neben einer drastischen Verschärfung der Paragraphen 113 und 125a StGB eine Neufassung des Paragraphen 114 StGB. Paragraph 113 bezieht sich dabei auf ‘Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte’. Wer in Zukunft gegen einen Amtsträger der Polizei bzw. einen Soldaten der Bundeswehr bei Räumungen, Festnahmen etc. Widerstand leistet, muss mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren rechnen. Die Neufassung des Paragraphen 114 bezieht sich auf sogenannte ‘tätliche Angriffe’ gegen Amtsträger. Ausreichend für einen solchen ‘tätlichen Angriff’ ist dabei bereits das Schubsen eines Polizeibeamten etwa bei Demonstrationen oder anderen Situationen, in denen Körperkontakt mit Amtsträgern Gang und Gebe ist. Verstöße gegen Paragraph 114 werden künftig ebenfalls mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren sanktioniert. In Paragraph 125a wurde schließlich eine Verschärfung erwirkt, die sich auf ‘Landfriedensbruch’ bezieht. Dieses Vergehen ist bei Aktionen, die aus Gruppen heraus passieren der übliche Anhang in der Strafverfolgung und landet nicht selten in Anklageschriften, welche aus Beteiligung an Demonstrationen resultieren.

In diesem Workshop wird der Rechtsanwalt Thilo Schäck (Fachanwalt für Strafrecht) zu den Änderungen referieren und einige Verhaltensempfehlungen aussprechen. Zudem wird der Referent im Rahmen seines Workshops versuchen, einen kleinen Überblick über die Strafverfahren aufgrund von G20 zu geben.”

Workshop: “Einführung in den Feminismus”

Egal ob “Riot Girl” T-shirts und Patches bei H&M, eine empowernde „Not Heidis Girl Kampagne“ bei Instagram oder die „Women‘s March“ Proteste in Amerika als Reaktion auf Trumps Amtsantritt machen deutlich:
Feminismus ist und bleibt ein wichtiges Thema, das beständig um den Mainstream herumdümpelt und ab und zu durch wütende Menschen auf die Straße getragen wird.
Doch was soll der ganze Hype, die ganze Aufregung?
Was hinter den H&M Floskeln steckt und warum man als radikale Linke nicht auf Feminismus verzichten darf –
 
Von geschichtlichen Basics über aktuelle gesellschaftliche Strukturen zu heutigen Ansatzpunkten des modernen Feminismus sollen in dem Vortrag alle grundlegenden Infos vermittelt werden – um einen Einstieg in das Thema zu schaffen oder das eigene Wissen zu erneuern.
 
Wir freuen uns auf spannende Diskussionen im Anschluss!
 
Organisiert von Antifa Paderborn – Kritik & Praxis